Die Schweiz steht vor einem weitreichenden Entscheid zur Entsorgung radioaktiver Abfälle.
Mit dem Rahmenbewilligungsgesuch der Nagra liegt ein Konzept für ein geologisches Tiefenlager vor. Dieses Projekt wirft nicht nur technische, sondern auch gesellschaftliche, politische und langfristige sicherheitsrelevante Fragen auf.
Die Unabhängige Schweizer Beratungsstelle Tiefenlager (USBT) unterstützt eine sachliche, unabhängige und lösungsoffene Auseinandersetzung mit dem Tiefenlagerprojekt – insbesondere dort, wo die öffentliche Diskussion und die behördlichen Verfahren an ihre Grenzen stossen.
Warum jetzt?
Das Tiefenlagerprojekt tritt in eine Phase ein, in der zentrale Weichenstellungen vorbereitet werden. Umso wichtiger ist neben der fachlichen Prüfung des Rahmenbewilligungsgesuchs eine transparente Einordnung offener Fragen, Risiken und möglicher Alternativen – inklusive einer realistischen Plan-B-Perspektive. Die Beratungsstelle unterstützt Politik, Behörden und Öffentlichkeit in dieser Phase mit unabhängiger, fachlich fundierter Orientierung.
Auftrag und Ziel
Die Beratungsstelle stellt fundiertes, unabhängiges Know-how zur Verfügung, um den Umgang mit hochradioaktiven Abfällen in der Schweiz kritisch einzuordnen und die relevanten Fragestellungen transparent zu machen. Im Zentrum stehen Fragen zur langfristigen Sicherheit, zur Rückholbarkeit, zu Alternativen zum Prinzip ‹vergraben und vergessen› sowie zu einer belastbaren Plan-B-Perspektive, falls sich wesentliche Annahmen des Tiefenlagerkonzepts als unzureichend erweisen oder sich bessere Lösungen abzeichnen.
Für wen ist die Beratungsstelle da?
Die Beratungsstelle steht als Anlaufstelle zur Verfügung für:
- Behörden und politische Entscheidungsträger (Bund, Kantone, Gemeinden)
- Parlamentsmitglieder und Kommissionen
- Organisationen, Verbände, Initiativen und NGOs
- Medien und Redaktionen
- interessierte Bürgerinnen und Bürger
Typische Fragestellungen
Die Beratungsstelle unterstützt unter anderem bei:
- Einordnung und Bewertung zentraler Annahmen des Tiefenlagerkonzepts
- Verständnis und Interpretation von Dokumenten (u. a. RBG, sicherheitstechnische Argumentation, Langzeitprognosen)
- Fragen zur langfristigen Sicherheit, Rückholbarkeit und Überwachung
- Überblick über internationale Entwicklungen und alternative Ansätze (Technologie- und Lösungsmonitoring)
- Vorbereitung von Briefings, Hearings, Gesprächen oder öffentlichen Veranstaltungen
- Erarbeitung von Entscheidungsgrundlagen und Handlungsoptionen („Plan B“)
Arbeitsweise
Die Beratungsstelle arbeitet unabhängig, sachorientiert und lösungsoffen. Ziel ist nicht die Festlegung auf eine einzelne Lösung, sondern die transparente Darstellung von Optionen, Risiken, offenen Fragen und möglichen Alternativen.
Mandate
Nach jahrzehntelanger Arbeit zum Thema Tiefenlager und nach mehreren Jahren intensiver ehrenamtlicher Tätigkeit steht die USBT künftig ausschliesslich im Rahmen klar definierter, bezahlter Mandate zur Verfügung.
Für Medienanfragen und Erstabklärungen bietet die Beratungsstelle ein kurzes Orientierungsgespräch an. Umfang und Konditionen weiterführender Mandate werden transparent und vorab definiert.
Mandate können sowohl kurzfristig (z. B. Einordnung, Interview-Briefing) als auch über längere Zeiträume (Begleitung von Prozessen) ausgestaltet werden. Anfragen bitte mit kurzer Zielsetzung und gewünschtem Zeithorizont (z. B. "Interview", "Briefing", "Analyse", "Workshop").
Leitung & Netzwerk
Die Unabhängige Schweizer Beratungsstelle Tiefenlager (USBT) wird von Dr. Harald Jenny geleitet. Er verantwortet die inhaltliche Ausrichtung, die Qualität der Analysen sowie die Unabhängigkeit der Beratungsstelle.
Je nach Fragestellung arbeitet die USBT mit einem Netzwerk ausgewiesener Fachpersonen zusammen. Dazu gehören Expertinnen und Experten aus den Bereichen Geologie, Physik, Medizin, Sicherheitsforschung, Sozialwissenschaften, Recht sowie Politik und Verwaltung. Die Zusammensetzung des jeweiligen Expertenteams erfolgt projektbezogen. Die USBT ist keiner Institution verpflichtet und arbeitet ohne Vorfestlegung auf bestimmte technologische oder politische Lösungen.
Erfahrung und Referenzen
Die Leitung der Beratungsstelle verfügt über mehr als zwanzig Jahre Erfahrung in der fachlichen, politischen und gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit der Entsorgung radioaktiver Abfälle in der Schweiz.
Auswahl bisheriger Mandate und Funktionen:
- Beratung der Nagra im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Sachplans Tiefenlager (Region Schaffhausen)
- Beratung ForumVera bei der Erarbeitung von Grundlagen zur Tiefenlagerung
- Mitglied der Leitungsgruppe Südranden (Partizipation Bevölkerung, SMA-Lager)
- Berater der Leitungsgruppe Zürich Nordost (technische und strategische Fragen)
- Fachbegleiter Regionale Entwicklung (Zürcher Weinland)
- Fachbegleiter Sicherheit (Zürcher Weinland)
- Gründer und Leiter des Unabhängigen Schweizer Begleitgremiums Tiefenlager (USBT)
- Initiant des Komitees „Tiefenlager vors Volk“
Medien und Publikationen
Auswahl Medienbeiträge:
- Tages-Anzeiger: Harald Jenny kritisiert Konzept der Nagra
- TeleZüri: Talk täglich – Atommüll-Endlager
- EKZ Blue: Interview USBT / Nagra
- SRF News: Uran rezyklieren statt im Boden vergraben
- Medienkonferenz Bern Tiefenlager vors Volk
- SRF News: Kritiker kündigen nationales Referendum an
Auswahl Publikationen:


